Mantrailer Europe e.V.


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Mantrailing?



Was versteht man unter Mantrailing ?


Der Begriff stammt aus dem Englischen von man=Mensch und trailing=verfolgen.

Die Nase ist der am besten entwickelte Sinn des Hundes. Der Mensch nutzt sie auch, um vermisste Personen zu finden. Beim Mantrailing orientiert sich der Hund, im Gegensatz zum "Fährtenhund" an der tatsächlichen Duftspur des Menschen, am Individualgeruch. Für einen Laien unverständlich ist es, dass diese Suche in eher aufrechter Haltung geschieht. Der Hund hat also nicht, wie bei der Fährtensuche, die Nase dicht am Boden. Die tatsächliche Duftspur des Menschen driftet z. B. durch Windeinwirkung und Sonneneinstrahlung ab, verdünnt sich an einigen Stellen und verdichtet sich dafür eher an windgeschützten Stellen.

Da beim Mantrailing die Duftmoleküle der Zielperson gesucht werden und nicht die Bodenverletzungen wie bei der Fährtenarbeit, kann unter Umständen eine Suche noch nach einigen Tagen, unter besten Gegebenheiten, sogar nach Wochen erfolgen.

Beim Mantrailing wird als Geruchsträger der Individualgeruch der zu suchenden Person verwendet. Die Qualität des Geruchsträgers ist entscheidend für den Verlauf der Suche. Mantrailer können auch innerhalb von Gebäuden und bebauten Flächen eingesetzt werden.

Im Bereich der Rettungshundearbeit werden immer mehr Mantrailer ausgebildet. Durch den Einsatz der Mantrailer kann i. d. R. eine Hinwendungsrichtung der vermissten Person vorgegeben werden. Somit ist es möglich, die Flächensuchhunde gezielter einzusetzen und größere abzusuchende Flächen entsprechend zu priorisieren. Das Zusammenspiel zwischen Mantrailer und Flächensuchhunden steigert die Effizienz bei der Vermisstensuche. Es werden jedoch, je nach Situation und Anforderung, auch ausschließlich Mantrailer oder Flächensuchhunde bei der Vermisstensuche eingesetzt.

Unter einem erfolgreichen Mantrailer Einsatz versteht man:
- wenn durch den Einsatz dieses Suchteams Erkenntnisse
gewonnen werden können, die zur Klärung des Aufenthaltsortes
der vermissten Person führen. Sprich: wenn ein Mantrailer
anzeigt, dass die Person nicht an einem gewissen Ort gewesen
ist ,obwohl Augenzeugen sie vermeintlich dort gesehen haben.
- wenn der Mantrailer feststellt, dass die Person sich in eine
ganz andere Richtung vom Abgangsort entfernt hat, als man
zunächst annahm.
- wenn ein Mantrailer feststellt, dass sich die Person aus dem
vermuteten Gebiet gänzlich entfernt hat, etwa in dem sie ein
Verkehrsmittel benutzt hat.
- wenn der Mantrailer die betreffende Person bis in unmittelbare
Nähe verfolgen kann, so dass sie von anderen Personen oder

auch Suchteams gefunden werden kann.

-
wenn der Mantrailer die betreffende Person selbst auffindet.



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